Haven

Messerinzidenz — was steckt dahinter?

Die Messerinzidenz von Andreas Ziegler war die Inspiration für Haven. Sein Tracker hat gezeigt, dass Messerangriffe aus Polizeimitteilungen auf einer Karte zusammenfinden können, statt in einzelnen Pressetexten zu verschwinden. Aus dieser Idee ist Haven entstanden.

Was der Tracker zeigt

Unter Messerinzidenz versteht man eine öffentliche Karte für Vorfälle mit Messern und anderen Stichwaffen. Ein neuer Punkt erscheint, sobald eine Polizeidienststelle dazu einen Text ins Netz gestellt hat. Inzidenz klingt nach Lehrbuch, meint aber etwas Alltägliches: wie oft ein Ereignis in einem Gebiet und in einem Zeitraum vorkommt. Daraus wurde eine fortlaufende Übersicht, lesbar als Markierung und als Liste.

Geöffnet wird damit keine Rangliste und kein Kommentar. Zu sehen ist, welche Behörde eine Stichwaffe in einer Mitteilung erwähnt hat, heute oder in den Tagen davor. Manche Texte schildern eine Verletzung. Andere bleiben bei einer Drohung, ohne dass jemand geschnitten wurde. Wieder andere nennen eine Klinge im Zusammenhang mit einer Kontrolle oder einer Festnahme, sofern der Wortlaut das hergibt. Der Punkt folgt der Formulierung, nicht einem späteren Gerichtsurteil.

Live heißt in diesem Zusammenhang: der Eintrag kommt, nachdem die Mitteilung online gegangen ist. Die Tat selbst steht nicht in derselben Sekunde auf der Fläche. Zwischen Geschehen, Anzeige, Prüfung und Pressetext liegen oft Stunden, mitunter Tage. Wer am Vormittag nachschaut, sucht eine Veröffentlichung vom Morgen, kein Kamerabild von der Kreuzung.

Woher die Einträge kommen

Die Messerinzidenz liest Pressemitteilungen, nicht die internen Akten der Polizei. Durchsucht werden öffentliche Seiten der Länder, berlin.de und das Presseportal, und zwar nach Wörtern wie Messer, Machete oder Stichwaffe. Ein Treffer erscheint mit Link auf das Original. Fehlt das Wort im Text, bleibt der Fall unsichtbar; steht derselbe Text auf zwei Seiten, zählt er leicht doppelt. Was nie an die Presse ging, fehlt in dieser Zählung. Die Tageszahl bleibt damit eine Veröffentlichung und kein Jahrbuch. Haven löst genau dieses Problem, weil der Filter nicht bei Stichwaffen endet.

Was ein Punkt bedeutet — und was nicht

Drei Dinge lassen sich an einem Eintrag meist sofort ablesen: der Ort, den die Pressestelle genannt hat, der Tag der Veröffentlichung und der Weg zum vollen Text. Alles Weitere ist Vorsicht. Ob die rechtliche Bewertung später kippte, ob ein ähnlicher Vorgang am selben Tag ohne jede Zeile blieb, ob die Jahresstatistik denselben Fall unter einem anderen Schlüssel führt: das steht in der Kurzfassung selten.

Auch ein Stadtteil lässt sich an einem einzelnen Punkt nicht festmachen. Fünf Markierungen in einer Großstadt können fünf Lagen sein, kilometerweit auseinander, verbunden nur durch das Datum. Eine leere Fläche in einer kleinen Kommune kann Ruhe bedeuten oder schlicht, dass niemand geschrieben hat. Aus der Zahl eines Tages einen Trend zu bauen, überfordert die Quelle. Richtung entsteht, wenn Wochen nebeneinanderliegen und die Jahresstatistik als Maß daneben steht.

Hilfreich ist der Klick aufs Original gerade dann, wenn die Kurzfassung knapp ist. Dort steht, ob es um eine Drohung, eine Verletzung oder einen Fund ging, welche Uhrzeit genannt wird und ob die Polizei Zeugen sucht. Ohne diesen Schritt bleibt ein Punkt ein Symbol. Mit diesem Schritt wird er ein Dokument, das sich nachlesen lässt.

Rund 29.000 Messerangriffe im Jahr 2025

Für das ganze Jahr ist die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 des Bundeskriminalamts die belastbare Quelle. Im Berichtsjahr 2025 wurden bundesweit 29.243 Straftaten mit dem Merkmal „Messerangriff“ erfasst. 2024 lag die Zahl bei 29.014. Der Anstieg beträgt 0,8 Prozent. Hoch bleibt das Niveau, klein der Schritt zum Vorjahr. Rund 29.000 Fälle sind die Größenordnung, wenn vom Jahr die Rede ist und nicht von einem einzelnen Morgen.

Innerhalb der Summe verschieben sich die Gewichte. Auf Gewaltkriminalität entfielen 2025 noch 14.787 Fälle, 6,1 Prozent weniger als im Jahr davor. Bedrohungen stiegen um 9,5 Prozent auf 13.748 Fälle. Ein kleiner Rest verteilt sich auf weitere Tatbestände, darunter Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung. An der Gewaltkriminalität insgesamt liegt der Anteil weiterhin bei etwa 7 Prozent.

Geteilt durch die Tage eines Jahres ergeben 29.243 Fälle rund 80 erfasste Vorgänge täglich. Drohung und ausgeübte Gewalt stecken gemeinsam in dieser Größe. Allein der Gewaltanteil entspricht etwa 40 Fällen pro Tag. Die großen Nachrichten zeigen davon die Spitze. Der Rest bleibt in der Statistik und, wenn überhaupt, in einer lokalen Mitteilung.

Enger als der Alltagsgebrauch ist die amtliche Definition. Als Messerangriff gilt eine Tat, bei der der Angriff mit einem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgeführt wird. Das bloße Mitführen einer Klinge genügt für dieses Merkmal nicht. Eine Überschrift, die Besitz, Drohung und eine vollendete Verletzung in einen Topf wirft, vermischt drei verschiedene Sachverhalte.

Die Messerinzidenz legt ihre Tagessummen deshalb nicht neben die PKS. Ein Pressetracker sieht, was Dienststellen für mitteilungswürdig halten. Die Jahresstatistik sieht auch Fälle, über die nie eine Zeile erschien. Beide Sichten helfen, sobald sie getrennt bleiben. Das Jahr beantwortet das Bundeskriminalamt. Den heutigen Veröffentlichungstag beantwortet die Karte der Mitteilungen.

Warum das Thema im Alltag ankommt

Eine Klinge verändert einen Streit in kurzer Zeit. Sie liegt in vielen Haushalten, lässt sich verbergen und wird nah am Körper geführt. Schon eine Drohung genügt, damit Schulweg, Haltestelle oder später Heimweg anders wirken, auch für Menschen, die nie selbst verletzt wurden. Öffentlich springt die Debatte oft von einer furchtbaren Einzeltat zu einer Zahl, die erst Monate später auf dem Tisch liegt. Dazwischen fehlt häufig ein Platz, an dem sich eine Behauptung am Ursprungstext prüfen lässt.

Unschärfe macht misstrauisch. Wer nur die extremen Fälle in den großen Medien sieht, hält die Lage leicht für einen Dauerzustand oder für eine Übertreibung. Die Jahrespressekonferenz wiederum sagt wenig darüber, was diese Woche in der eigenen Stadt stand. Eine Karte aus Originalmeldungen schließt diese Lücke nicht vollständig. Nachprüfbar wird der Streit trotzdem, weil Ort, Datum und Quelle am Eintrag hängen.

Im Alltag folgt aus so einer Information meist eine kleine Entscheidung: ein anderer Weg nach Hause, das Fahrrad in den Keller statt ans Geländer, ein kurzes Wort im Hausflur. Die große Entscheidung bei echter Gefahr liegt außerhalb jeder Übersicht. Dann ist die 110 der richtige Griff, bei medizinischen Notfällen und bei Feuer die 112. Keine Darstellung auf einem Bildschirm ersetzt diesen Anruf.

Wichtig ist das Thema auch, weil Drohungen leicht unterschätzt werden. In der Jahreszahl steckt fast die Hälfte der erfassten Messerangriffe in Bedrohungen, nicht in vollendeter Gewalt. Für die Person an der Haltestelle fühlt sich die angedrohte Klinge nicht wie eine Fußnote an. Sie ändert den Abend, auch wenn später keine Verletzung in der Statistik steht. Deshalb lohnt es, Drohung und Tat auseinanderzuhalten, statt beides zu einem Gerücht zu vermengen.

Wo die Stichwaffen-Karte endet

Wo die Messerinzidenz aufhört, fängt die Aufgabe von Haven an. Der Tracker bleibt bei veröffentlichten Vorfällen mit Stichwaffen. Vorher zählt die Klinge, danach jede Straftat, die eine Pressestelle bekannt gibt. Haven erweitert das Prinzip: Quelle, Ort und Zeit bleiben lesbar, der Kreis der Delikte wird weiter, und es kommen Werkzeuge dazu, die eine reine Nachlese-Seite nicht mitbringt.

Auf der Haven-Karte stehen nicht nur Messerangriffe, sondern sämtliche kriminellen Vorfälle, die die Polizei veröffentlicht — Einbrüche, Diebstahl, Körperverletzung, Raub, Brandstiftung, Sexualdelikte und mehr. Haven zeigt Polizei- und Privatmeldungen in der Region, mit Push-Alerts, Community-Hinweisen und dem Safety-Button.

Der größte Teil der behördlichen Pressetexte handelt ohnehin von anderem. Wohnungen werden aufgebrochen, Räder verschwinden aus Kellern, Taschen gehen unterwegs verloren, Fahrzeuge werden aufgehebelt, Menschen werden verletzt, ohne dass eine Klinge im Satz vorkommt. Brände, Raub und Sexualdelikte laufen über dieselben Kanäle, an vielen Tagen häufiger als ein Stich. Wer nur nach Messern schaut, behält von diesem Strom einen schmalen Rand und hält ihn leicht für das Ganze.

Deine Gegend statt einer Länderliste

Haven sammelt veröffentlichte Polizeitexte über das Presseportal der Länder und Dienststellen und legt sie auf eine Karte, die du auf deine Orte ziehst. Die Wohnung kann so ein Ort sein, der Arbeitsweg ein zweiter, die Straße der Eltern ein dritter. Taucht dort etwas Neues auf, darf das Gerät dich darauf hinweisen. Das übrige Bundesgebiet muss dafür nicht klingeln.

Die Fläche beantwortet das Wo. Markierungen sitzen an der genannten Stelle, ein Tipp öffnet Kurzfassung, Uhrzeit und Herkunft. Zeitliche Ordnung liefert die Liste, die sich unterwegs lesen lässt, ohne eine Fläche voller Symbole zu entziffern. Filter nehmen heraus, was gerade stört: Fahrzeuge, die letzten Tage, nur amtliche Texte oder nur das, was andere Nutzer eingetragen haben.

Amtliche Einträge und private Hinweise liegen nebeneinander, aber nicht unkenntlich vermischt. An jedem Eintrag steht, woher er kommt. Ein Link führt bei Polizeitexten zum Original, damit die Kurzfassung nicht die einzige Quelle bleibt. Eine Beobachtung aus der Nachbarschaft trägt eine andere Herkunft und leiht sich nicht den Ton einer Pressestelle.

Städte schreiben unterschiedlich viel. Rohe Punktmengen von Berlin gegen eine kleine Dienststelle zu halten, verwechselt Meldefleiß mit Lage. Haven setzt deshalb bei den Orten an, die du speicherst, statt eine Tabelle der Bundesländer zu bauen. Wer eine Stadt im Zusammenhang lesen will, findet eigene Seiten zu Stuttgart, Hamburg, München, Frankfurt und Berlin.

Push-Alerts, Nachbarschaft und der Safety-Button

Ein Push-Alert ist eine kurze Nachricht auf dem Gerät, ausgelöst durch einen neuen Eintrag in einem gespeicherten Gebiet. Ort, Art und Zeitpunkt stehen so, dass ein Blick auf den Sperrbildschirm reicht. Es gibt keinen Sirenenton, der Dringlichkeit erzeugt, wo keine ist. Du entscheidest danach, ob du die Liste öffnest, den Weg änderst oder weiterschläfst.

Community-Hinweise kommen von Menschen, die etwas beobachtet haben und den Umkreis informieren wollen, noch bevor eine Dienststelle formuliert oder ganz ohne solchen Text. Drei aufgebrochene Fahrräder am Bahnhof, eine wiederholt aufgehebelt Autotür, eine Situation am Hauseingang: solche Notizen geben Kontext. Sie sind keine bewiesene Tat und keine Anzeige. Genau deshalb steht die Herkunft sichtbar am Eintrag.

Der Safety-Button richtet sich an Personen, die du selbst auswählst. In einem unruhigen Moment geht eine Nachricht an diese Gruppe, mit deinem Text, deinem Namen, der Uhrzeit und einem Link zum aktuellen Standort. Erreicht werden Leute, die dich kennen. Eine Leitstelle wird nicht angewählt, und fremde Nutzer bekommen keine Spur deines Standorts. Fühlst du dich in Gefahr, hat der Anruf an die 110 Vorrang vor jeder Gruppennachricht. Bekannte kann die Taste holen. Einsatzkräfte holt die Notrufnummer.

Für diese Nachricht braucht das Gerät den Standort, auch wenn die App gerade nicht offen ist, sonst fehlt der Kartenlink im entscheidenden Augenblick. Geschrieben wird der Standort in diese Nachricht, nicht als Wegprofil auf Haven-Servern. Wer die Freigabe verweigert, kann Karte und Liste trotzdem nutzen: Ausschnitt schieben, Adresse suchen, Einträge lesen. Weg fällt der Komfort, nicht der Inhalt.

Eigene Beobachtungen als Zeugenhinweis

Einen Zeugenhinweis gibst du ab, wenn du etwas gesehen hast und andere in der Nähe den Zusammenhang kennen sollen. Du beschreibst, was aufgefallen ist, und setzt den Ort. Danach erscheint der Hinweis für Nutzer im Umkreis, klar als privat gekennzeichnet. Damit ist keine Strafanzeige gestellt und keine Dienststelle informiert. Onlinewache, Wache vor Ort oder im akuten Fall das Telefon bleiben der Weg zur Behörde.

Sinnvoll ist so ein Hinweis, wo eine Beobachtung für sich genommen klein wirkt und in der Reihe etwas aussagt. Ein einzelnes offenes Kellerfenster kann ein Versehen sein. Drei Nächte hintereinander dasselbe Fenster, dazu ein aufgebrochenes Schloss am Nachbarhaus, ergibt ein Bild, das die Pressestelle vielleicht erst morgen oder gar nicht formuliert. Haven hält diese Notiz fest, ohne sie zur amtlichen Wahrheit zu erklären.

Zurückhaltung gehört zum Schreiben. Namen von Unbeteiligten, Vermutungen über Herkunft oder Schuld, Fotos, die Personen bloßstellen: das hilft niemandem und kann Menschen schaden. Beschreibe, was du gesehen hast, an welchem Ort und um welche Zeit. Wer den Eintrag liest, soll eine Beobachtung von einer Polizeimeldung unterscheiden können, ohne raten zu müssen.

Falsch abgelegte oder verletzende Hinweise lassen sich melden, Nutzer lassen sich blockieren, eigene Inhalte lassen sich löschen. Diese Wege sitzen in der App, nicht hinter einem Formular per E-Mail. So bleibt die Nachbarschaftsfunktion brauchbar, ohne dass ein einzelner Beitrag die Übersicht kapert.

Was du mit Haven konkret machst

Nach der Installation legst du die Gebiete an, die dich wirklich angehen: einen Radius um die Wohnung für den Block, dazu den Weg aus der Bahn und Orte von Menschen, denen du nahestehst. Mitverfolgt wird dabei niemand. Gespeichert wird ein Gebiet, nicht die Bewegung einer Person. Eine Live-Ortung anderer Menschen gibt es nicht, weder bei Partnern noch bei Kindern.

Am Abend, wenn das Fahrrad abgestellt werden soll, reicht oft ein Blick auf die letzten Tage rund um den Platz. Steht dort eine Serie von Diebstählen aus Kellern, wandert das Rad mit nach oben. Steht dort nichts, ist das keine Garantie, aber auch kein Grund, die Straße für unsicher zu erklären. Die Karte urteilt nicht. Sie legt vor, was bekannt gegeben wurde, und lässt dir die Entscheidung.

Morgens beantwortet die Liste eine schmale Frage: Ist in der Nacht in deiner Straße etwas gemeldet worden? Dafür musst du keine bundesweite Spezialansicht durchsuchen. Filter auf die letzten Stunden und auf amtliche Texte machen aus der Liste eine kurze Kontrolle, bevor der Tag beginnt. Interessiert dich nur, was mit Fahrzeugen passiert ist, blendest du den Rest aus.

Unterwegs, etwa vor dem Aussteigen auf einem dunklen Parkplatz, zeigt ein kurzer Check, was in der unmittelbaren Umgebung zuletzt bekannt wurde: aufgebrochene Autos, Diebstahl aus dem Innenraum, Übergriffe auf dem Weg zum Eingang. Daraus wird häufig eine praktische Korrektur: hundert Meter weiter unter der Laterne halten, das Navigationsgerät mitnehmen, den Rucksack nicht im Kofferraum lassen. Haven erklärt den Platz nicht für sicher oder unsicher. Es zeigt, was vorliegt.

Datenschutz ist dabei keine Fußnote, weil die Orte empfindlich sind: wo du wohnst, wo deine Eltern wohnen, wann du unterwegs bist. Abgefragt wird, was Karte, Hinweise und die Taste an Vertraute brauchen. Ein Zeugenhinweis erscheint mit Inhalt und Ort, nicht mit deinen Wegen der letzten Woche. Welche Daten wofür verarbeitet werden, steht in der Datenschutzerklärung, nachlesbar und nicht nur im Kleingedruckten versteckt.

App und Vorfallskarte

Wenn die Orte in deinem Leben einen Platz auf dem Display bekommen sollen, liegt Haven für das iPhone bei Apple. Die Vorfallskarte erklärt, wie amtliche Texte neben Notizen aus der Nachbarschaft auf einer Fläche zusammenkommen, filterbar und mit Herkunft. Beides ist der praktische Einstieg: erst nachsehen, dann die Gebiete setzen, die dich angehen.

Haven verspricht keine Sicherheit und keine vollständige Akte aller Straftaten in Deutschland. Es bündelt, was veröffentlicht wird und was Menschen vor Ort ergänzen, und es bringt diese Informationen an Wohnung, Arbeitsweg und die Strecken dazwischen. Bei akuter Gefahr legst du Haven weg und wählst 110 oder 112. Für alles davor und danach ist die Karte da.

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Häufige Fragen

Was ist die Messerinzidenz?

Ein Tracker, der veröffentlichte Polizeitexte zu Stichwaffen als Punkte auf einer Deutschlandkarte zeigt. Sichtbar wird ein Vorfall, sobald eine Dienststelle dazu geschrieben hat.

Woher stammen die Einträge?

Aus Pressemitteilungen auf öffentlich erreichbaren Seiten. An interne Polizeisysteme ist diese Übersicht nicht angeschlossen.

Wie viele Messerangriffe gab es 2025?

Das Bundeskriminalamt weist für 2025 bundesweit 29.243 Fälle aus, 0,8 Prozent mehr als die 29.014 des Vorjahres.

Zählt das Mitführen eines Messers?

Mitführen allein reicht in der Jahresstatistik nicht. Erfasst wird erst die Drohung oder der ausgeführte Angriff.

Was zeigt Haven mehr?

Die übrigen veröffentlichten Delikte, nicht allein solche mit Stichwaffe. Dazu kommen Hinweise von Nutzern, Benachrichtigungen für gespeicherte Orte und eine Taste an Vertrauenspersonen.

Kann ich eine eigene Beobachtung eintragen?

Ja, als Zeugenhinweis. Der Beitrag bleibt privat und ist keine Anzeige. Für die Behörde sind Onlinewache, Dienststelle oder die 110 der Weg.

Ist Haven ein Notruf?

In akuter Gefahr gelten 110 und 112. Die App ordnet ein, was vorher und nachher bekannt wird, und sie wählt keine Leitstelle an.

Haven ist kein Notruf und keine behördliche Anzeige. Bei akuter Gefahr: 110 oder 112.